Interdisziplinäre
Praxisgemeinschaft
Dr. med. Matthias Lutze
Dr. med. Josef Ramsbacher
Dr. med. Jörn A. Horaczek
IM FOKUS

Schmerztherapeutische Eingriffe

Durch Maßnahmen des operativen schmerztherapeutischen Behandlungsspektrums gelingt es häufig, stationäre Aufenthalte und Arztbesuche auf ein Minimum zu reduzieren sowie die Einnahme von Medikamenten mit starken Nebenwirkungen einzuschränken.

Verödung von Fasern des vegetativen Nervensystems

Bei gefäßbedingten Schmerzsyndromen (Verschlußkrankheiten) ist es möglich, durch eine chemische Ausschaltung von sogenannten Sympathikusfasern, die neben der Wirbelsäule liegen, eine Linderung der Schmerzzustände, eine bessere Durchblutung der Arme oder Beine sowie eine raschere Wundheilung zu erzielen.

Diese Intervention wird unter örtlicher Betäubung und radiologischer Kontrolle ambulant durchgeführt, die entsprechenden Nervenäste werden nach vorheriger Darstellung durch Kontrastmittel gezielt ausgeschaltet (Sympathikolyse).

Einbringen von Rückenmarksstimulationssystemen
bei komplexen Schmerzsyndromen

Die beiden Haupteinsatzgebiete für dieses Verfahren sind das Postnukleotomiesyndrom, d. h. heftige und chronische Schmerzen nach erfolglosen Wirbelsäulenoperationen sowie Schmerzzustände, die über das vegetative Nervensystem vermittelt werden.

Hierbei werden in örtlicher Betäubung zunächst ganz feine Testelektroden auf die Rückenmarkshaut aufgelegt und die Missempfindungen in den schmerzhaften Arealen durch angenehme Stimulationen umgepolt.

Nach erfolgreicher Teststimulation, kann ein kleiner computergesteuerter Empfänger in das Fettgewebe eingepflanzt werden. Die Stimulationsparameter können jederzeit von außen durch ein handtellergroßes Kontrollgerät verändert werden.

Einpflanzung von Medikamentenpumpen bei schwersten Schmerzzuständen

Bei dem Versagen aller anderen Therapieformen ergibt sich die neurochirurgische Möglichkeit, Medikamente direkt in den Rückenmarkswasserraum über einen feinen Katheter einzuleiten.
Die Operation kann in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt werden, ein nachoperativer stationärer Aufenthalt von einer Woche ist in der Regel erforderlich, um die Wundheilung kontinuierlich überwachen zu können.
Schmerztherapeutische Eingriffe
Schmerztherapeutische Eingriffe

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